Drehbuch-Blog
Gepostet am von Victoria Lucia

Wie du in einem Drehbuch Übergänge zwischen Szenen schreibst

in einem Drehbuch Übergänge zwischen Szenen schreibst

Wenn du dich hinsetzt und den ersten Entwurf deines Drehbuchs schreibst, hast du all diese verschiedenen Dinge ausgearbeitet, aber wie oft nimmst du dir Zeit, über die Übergänge zwischen Szenen nachzudenken? Wie viel Fokus solltest du überhaupt auf die Übergänge legen? Du hast Fragen und wir haben Antworten! Heute spreche ich darüber, wie du in einem Drehbuch Übergänge zwischen Szenen gestalten kannst.

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Was ist ein Szenenübergang?

Übergänge sind im Grunde Anweisungen an Cutter, wie sie von einer Einstellung zur nächsten wechseln sollen. Der beliebteste Übergang CUT TO (SCHNITT AUF) ist einfach und weist den Leser an, sofort zur nächsten Szene überzugehen. Früher haben Drehbuchautoren zwischen alle Szenen CUT TO geschrieben, aber heute wird davon ausgegangen, dass man einfach zur nächsten Szene wechselt, wenn nicht gerade eine besondere Art Übergang angegeben wurde. Drehbuchautoren müssen zudem beachten, wie ihre Geschichte von einer Szene zur anderen fließt, und sich nicht nur auf den Szenenübergänge im technischen Sinne versteifen.

Wie schreibe ich einen Szenenübergang?

Bei den technischen Aspekten von Übergängen musst du beachten, dass sie immer in Großbuchstaben geschrieben werden und ein Doppelpunkt folgt. Sie sind am rechten Rand ausgerichtet.

Beispiel für einen Szenenübergang in einem Drehbuch.

Der folgende Ausschnitt stammt aus Drehbuchautor Alex Garlands „28 Days Later“ und wird nur zu Lehrzwecken verwendet.

Drehbuchausschnitt aus „28 Days Later“

INT. KÜCHE - NACHT

Jim kommt herein und bleibt im Türrahmen stehen. Er schaut sich im Zimmer um. An einer Wand hängt eingerahmt die verblasste Kinderzeichnung eines Autos. Über der Arbeitsplatte steht in einem Regal mit Kochbüchern ein Album, auf dessen Rücken ein handgeschriebenes Etikett klebt: „Mum’s Favorite Recipes“.

Jim geht zum Kühlschrank. An der Tür ist ein Foto von Jim und seinen Eltern, Arm in Arm und in die Kamera lächelnd, befestigt. Jim ist auf seinem Mountainbike und trägt seine Kuriertasche.

FLASH CUT TO:

Jim sitzt am Küchentisch, als seine Mutter hereinkommt, die Einkaufstaschen trägt. Jim geht zu den Taschen und zieht eine Packung Orangensaft heraus. Er führt sie direkt zu seinem Mund und beginnt, hastig zu trinken.

Sein Vater kommt aus dem Garten rein.

JIMS VATER

Gibst du mir ein Glas davon?

JIM

(leert die Packung und schüttelt sie)
Sie ist leer.

CUT BACK TO:

Jim berührt sanft das Foto, ihre Gesichter.

Jim hat die Hintertür, die eine große Milchglasscheibe hat, im Rücken.

Durch die Glasscheibe sieht man, unbemerkt für Jim, eine dunkle Silhouette, die vor dem gedämpften Licht des Mondes aufragt.

Was sind die häufigsten Szenenübergänge?

FADE IN/FADE OUT

Macht, was es sagt. Die Szene wird auf- oder abgeblendet – wird vor allem zu Beginn und am Ende des Drehbuchs verwendet, um uns in die Geschichte und wieder aus ihr heraus zu bringen. Hat die gleiche Aufgabe wie DISSOLVE TO, aber dies wird überall im Drehbuch verwendet und weist darauf hin, dass Zeit vergangen ist.

JUMP CUT

Ein JUMP CUT ist ein abrupter Übergang, der das Fortschreiten der Zeit verdeutlichen soll. Im Gegensatz zu dem meisten Übergängen, die naht- und mühelose Übergänge zwischen den Szenen erzeugen sollen, gescheit der JUMP CUT plötzlich und soll Aufmerksamkeit erregen.

MATCH CUT

Ein MATCH CUT ist ein Übergang, der eine Verbindung zwischen den beiden Szenen verdeutlichen soll. Die Handlung der beiden Szenen geht nahtlos ineinander über. Zum Beispiel wirft in einer Szene ein Kind einen Frisbee und die nächste Szene zeigt eine Zeitung, die auf die Veranda eines Hauses geworfen wird. Die Stelle, an der die beiden durch die Luft fliegenden Objekte ineinander übergehen, wäre der Match Cut.

WISCHBLENDE

Wenn du mit einfacher Filmbearbeitungssoftware vertraut bist, kennst du sie vielleicht. Bei einer Wischblende wird eine Einstellung über den Bildschirm gewischt und die nächste Einstellung kommt zum Vorschein. Dies kann diagonal, horizontal oder in einer gewissen Form geschehen. Sehr beliebt war diese Technik in den „Star-Wars“-Filmen.

Das sind nur ein paar der Übergänge, die es gibt. Einige werden heutzutage kaum noch verwendet, also habe ich sie ausgelassen. Anhand dieser Liste und deinem Wissen zum Thema Film weißt du wahrscheinlich, dass spezielle oder auffällige Übergänge in großen Filmen kaum noch verwendet werden. Die Filmbranche hat sich in eine Richtung bewegt, in der subtilere und weniger auffällige Übergänge bevorzugt werden.

Wann solltest du Szenenübergänge verwenden?

Es sollte nicht jede Szene einen speziellen Übergang haben. Das ist unnötig. Heb dir Übergänge für bestimmte Momente in deinem Drehbuch auf, wenn du dem Publikum deutlich machen willst, dass es einen Übergang gibt. Nicht alle Arten von Übergängen sind für jeden Film geeignet. Du musst das Genre und den Ton sowie deinen persönlichen Stil beachten, wenn du einen Übergang aussuchst. Die Übergänge sollen den visuellen Aspekt deines Drehbuchs verstärken und ihn nicht beeinträchtigen, durcheinander bringen oder überladen.

Stilisierte Übergänge wie Wischblenden werden oft als veraltet angesehen. Doch alle Übergänge werden einen Film altmodisch erscheinen lassen, wenn sie zu oft verwendet werden. Einige Profis raten neuen Drehbuchautoren davon ab, Übergänge einzusetzen. Ich denke dennoch, dass ein richtig positionierter Übergang einen interessanten filmischen Moment erzeugen kann und man nicht grundsätzlich davon abraten sollte. Denk einfach daran, sie selten und für Momente, die eine derartige Hervorhebung brauchen, einzusetzen!

Andere Dinge, die du beim Thema Szenenübergänge beachten solltest?

Wie in einem Artikel auf NoFilmSchool.com beschrieben gibt es neben den technischen Aspekten andere Dinge, die du beim Übergang von Szenen beachten solltest. Andere Elemente, die dir helfen, von einer Szene in die nächste zu wechseln, sind:

Einstellungsgröße

Bedenke, welchen Bereich die Kamera im Fokus hat, und wechsle zwischen den Szenen zwischen Totalen und Nahaufnahmen, damit der Leser (und eventuell der Zuschauer) gefesselt genug bleibt, um den Film in seinem Kopf zu sehen.

Ton

Audio-Hinweise können von einer Szene zur nächsten verwendet werden, um dem Leser (oder Zuschauer) zu signalisieren, dass wir in einer neuen Szene und an einem neuen Ort sind. Bei Audio-Elemente, egal ob Musik und ein anderer Soundeffekt, wird normalerweise die Prelap-Technik angewendet. Das bedeutet, das Audio beginnt, bevor man von einer Einstellung der ersten Szene zur nächsten Einstellung, die in der zweiten Szene ist, wechselt. Dies erzeugt eine Überschneidung, die für einen geschmeidigen Übergang sorgt.

Frage und Antwort

Verlasse eine Szene, wenn eine Frage im Raum schwebt, mit dem Versprechen auf eine Antwort in der nächsten Szene.

Thema

Beziehe dich auf ein Bild, mit dem du den Zuschauer am Ende der vorherigen Szene zurückgelassen hast, indem du mit einem anderen themenbezogenen Bild die nächste Szene beginnst.

Übergänge sollten bewusst eingesetzt werden und nicht einfach in dein Drehbuch gepackt werden, weil du deutlich machen willst, dass du von einer Szene zur nächsten wechselst. Heutzutage ist es nicht nötig, jedes Mal CUT TO zu schreiben. Du solltest auch überlegen, ob die Art Übergang, die du verwenden willst, etwas zu der Geschichte, die du erzählst, beiträgt oder von ihr ablenkt. Wie bei jedem Stilmittel des Drehbuchschreibens solltest du technische Übergänge selten verwenden und bei den Szenenübergängen immer auch die visuellen Aspekte im Hinterkopf behalten – nicht nur die Schnitte. Ich hoffe, dies war eine hilfreiche Anleitung zum Thema Übergänge. Viel Spaß beim Schreiben!

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